Gewalt

Ein großes Thema innerhalb des Hundetrainings ist die Gewalt...
Leider ein Thema, das viel zu sehr untergeht. Viele Trainer folgen einer aversiven Trainingsmethode, die nicht zuletzt mit der sogenannten Dominanztheorie einhergeht. Endloswürger, Korallenhalsbänder, fiese Erziehungsgeschirre, Tritte in die Seite, Schläge auf die Schnauze... mir fallen noch tausend andere Dinge ein, die ich im Laufe der Zeit beobachten konnte oder von verzweifelten Hundebesitzern gehört habe. Dabei ist natürlich das „dominante Auf-die-Seite-Werfen des Hundes“ nicht zu vergessen. All das muss nicht sein!

Das Einzige, was damit erreicht wird, ist die Entstehung einer Angstbeziehung seitens des Hundes! Ein Vertrauensbruch! Auch Hunde sind in der Lage, den unbewussten psychischen Mechanismus der „Übertragung“ (Sigmund Freud) zu nutzen. Wenn das eigene Herrchen Gewalt an seinem Vierbeiner ausübt, warum sollten es nicht dann auch fremde Menschen tun? Zack, Teufelskreis, hier bin ich! Ziehen an der Leine kann man nicht durch Würger unterdrücken!
Angst vor einem Objekt jeglicher Art kann man nicht mit Flooding... (Beim Flooding setzt man den Hund dem Angstobjekt so lange aus, bis der Hund aufgrund von absoluter körperlicher und kognitiver Erschöpfung sich nicht mehr weigert, diesem zu nähern)... „behandeln“.

Die klassische, systematische Desensibilisierung ist eine sanfte Methode zur Behandlung von Ängsten bei Hunden. Der „Nachteil“ für viele Trainer: Sie dauert zu lange ...
Womit wird also der schnellste Erfolg erzielt? Richtig, mit der Verbreitung von Angst. Der Hund beugt sich aufgrund seines Überlebensinstinktes.

Aber von dem mal abgesehen, was passiert denn eigentlich endokrinologisch im Körper eines Hundes, während Angst, Aggression und Stress? Welche Hormone werden ausgeschüttet? Welche Kettenreaktionen bilden sich und in welcher Form könnte die Gesundheit meines Hundes darunter leiden?

Über dieses Themengebiet werden Hundehaltende viel zu wenig aufgeklärt.

Mir ist es ein Anliegen und Ziel, das zu ändern!